Was ist eine Strafanzeige? Einfach erklärt

6. März 2026

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Luise Maria Kozlowski

Eine Strafanzeige erhalten zu haben, ist für die meisten Menschen ein Schock. Doch eine Anzeige ist noch lange kein Schuldspruch – und in vielen Fällen führt sie nicht einmal zu einer Anklage.

Anzeige ist nicht gleich Verurteilung

Eine Strafanzeige bedeutet lediglich, dass jemand Sie einer Straftat verdächtigt. Ob daran etwas dran ist, wird erst im Ermittlungsverfahren geprüft. Die Polizei ist verpflichtet zu ermitteln – unabhängig davon, ob die Anzeige berechtigt ist oder nicht.

Jeder kann eine Anzeige erstatten

Eine Strafanzeige kann jede Person erstatten – das muss nicht das vermeintliche Opfer sein. Nachbarn, Bekannte, sogar völlig Unbeteiligte können Anzeige erstatten. Die Polizei muss in jedem Fall ermitteln.

Was passiert nach der Anzeige?

Nach der Anzeigeerstattung beginnt das Ermittlungsverfahren:

  • Die Polizei ermittelt den Sachverhalt: Was ist passiert? Gibt es Beweise? Gibt es Zeugen?
  • Die Staatsanwaltschaft prüft die Ergebnisse
  • Erst dann wird entschieden, ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt wird

Viele Verfahren werden eingestellt

In sehr vielen Fällen wird das Verfahren eingestellt – zum Beispiel wegen:

  • Kein hinreichender Tatverdacht (§ 170 Abs. 2 StPO)
  • Aussage gegen Aussage – keine ausreichende Beweislage
  • Geringfügigkeit (§ 153 StPO)
  • Einstellung gegen Auflagen (§ 153a StPO)

Eine frühzeitige und strategische Strafverteidigung kann die Chancen auf eine Einstellung erheblich steigern.

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