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	<title>Kanzlei Kozlowski</title>
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	<lastBuildDate>Sun, 08 Mar 2026 11:45:30 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Kanzlei Kozlowski</title>
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	<item>
		<title>True Crime vs. echte Justiz – was stimmt wirklich?</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/true-crime-vs-echte-justiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:05:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der Kanzlei]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[True Crime]]></category>
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					<description><![CDATA[True-Crime-Podcasts und Dokumentationen boomen. Doch wie realistisch ist das Bild, das sie vom Strafjustizsystem zeichnen? Als Strafverteidigerin erlebe ich täglich, wie weit die Realität von der Fiktion entfernt ist. „Anwält:innen schreien ständig im Gerichtssaal“ Realität: Eher selten. Die Arbeit vor Gericht ist meist sachlich und strukturiert. Dramatische Ausbrüche sind die absolute Ausnahme. Die eigentliche Kunst ... <a title="True Crime vs. echte Justiz – was stimmt wirklich?" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/true-crime-vs-echte-justiz/" aria-label="Mehr Informationen über True Crime vs. echte Justiz – was stimmt wirklich?">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>True-Crime-Podcasts und Dokumentationen boomen. Doch wie realistisch ist das Bild, das sie vom Strafjustizsystem zeichnen? Als Strafverteidigerin erlebe ich täglich, wie weit die Realität von der Fiktion entfernt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Anwält:innen schreien ständig im Gerichtssaal“</h2>



<p><strong>Realität: Eher selten.</strong> Die Arbeit vor Gericht ist meist sachlich und strukturiert. Dramatische Ausbrüche sind die absolute Ausnahme. Die eigentliche Kunst der Verteidigung liegt in der <strong>strategischen Vorbereitung</strong>, der kritischen Analyse der Akten und der gezielten Befragung von Zeugen – nicht im Theaterspiel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„DNA-Beweis = Fall gelöst“</h2>



<p><strong>Realität: Nur ein Teil des Puzzles.</strong> DNA-Spuren beweisen, dass jemand an einem Ort war – nicht, dass er eine Tat begangen hat. Kontaminationen, Sekundärübertragungen und die statistische Bewertung der Ergebnisse machen DNA-Beweise deutlich weniger eindeutig, als es in True-Crime-Formaten dargestellt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Pflichtverteidiger:innen sind schlechtere Anwält:innen“</h2>



<p><strong>Realität: Falsch.</strong> Viele erfahrene Strafverteidiger:innen übernehmen regelmäßig <a href="/blog/pflichtverteidigung-erklaert/">Pflichtmandate</a>. Die Qualität der Verteidigung hängt nicht davon ab, wer die Rechnung bezahlt. Pflichtverteidiger:innen sind genauso ausschließlich den Interessen ihrer Mandant:innen verpflichtet wie Wahlverteidiger:innen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was True Crime richtig macht</h2>



<p>Trotz aller Vereinfachungen haben True-Crime-Formate auch positive Effekte: Sie wecken Interesse für das Rechtssystem, sensibilisieren für Justizirrtümer und zeigen, wie wichtig eine gute Verteidigung ist. Was sie selten zeigen: die stundenlange Aktenarbeit, die leisen Verhandlungen hinter den Kulissen und die menschliche Seite der Strafverteidigung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>3 Mythen über die Untersuchungshaft</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/mythen-untersuchungshaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:05:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strafrecht erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Haftbefehl]]></category>
		<category><![CDATA[U-Haft]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungshaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/mythen-untersuchungshaft/</guid>

					<description><![CDATA[Die Untersuchungshaft ist eines der einschneidendsten Mittel des Strafverfahrens. Und gleichzeitig ranken sich viele Missverständnisse darum. Hier räume ich mit den drei häufigsten Mythen auf. Mythos 1: „Man kommt nur in U-Haft, wenn man schuldig ist“ Falsch! Die Untersuchungshaft ist keine Strafe, sondern dient der Sicherung des Ermittlungsverfahrens. Sie wird angeordnet bei Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder ... <a title="3 Mythen über die Untersuchungshaft" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/mythen-untersuchungshaft/" aria-label="Mehr Informationen über 3 Mythen über die Untersuchungshaft">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Untersuchungshaft ist eines der einschneidendsten Mittel des Strafverfahrens. Und gleichzeitig ranken sich viele Missverständnisse darum. Hier räume ich mit den drei häufigsten Mythen auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mythos 1: „Man kommt nur in U-Haft, wenn man schuldig ist“</h2>



<p><strong>Falsch!</strong> Die Untersuchungshaft ist <strong>keine Strafe</strong>, sondern dient der Sicherung des Ermittlungsverfahrens. Sie wird angeordnet bei <strong>Fluchtgefahr</strong>, <strong>Verdunkelungsgefahr</strong> oder <strong>Wiederholungsgefahr</strong> – nicht wegen erwiesener Schuld. Über die Schuld entscheidet erst der Richter in der Hauptverhandlung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mythos 2: „In U-Haft gelten dieselben Regeln wie im Strafvollzug“</h2>



<p><strong>Nicht ganz.</strong> Untersuchungshäftlinge gelten als <strong>unschuldig</strong> und haben daher bestimmte Rechte, die Strafgefangene nicht haben:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sie dürfen in der Regel <strong>eigene Kleidung</strong> tragen</li>



<li>Sie können <strong>eigene Bettwäsche</strong> verwenden</li>



<li>Sie <strong>müssen nicht arbeiten</strong></li>



<li>Der Kontakt zu Angehörigen und Verteidigung unterliegt besonderen Regeln</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Mythos 3: „Die Polizei kann jemanden einfach in U-Haft stecken“</h2>



<p><strong>Nur ein*e Richter*in</strong> darf einen Haftbefehl erlassen. Die Polizei kann lediglich <strong>vorläufig festnehmen</strong> (§ 127 StPO). Spätestens am Tag nach der Festnahme muss der/die Festgenommene einem Haftrichter vorgeführt werden, der über die Anordnung der Untersuchungshaft entscheidet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was tun bei drohender U-Haft?</h2>



<p>Wenn Untersuchungshaft droht oder bereits angeordnet wurde, ist schnelles Handeln entscheidend:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sofort Verteidigung einschalten</strong> – ich bin auch über die <strong>Notfallnummer 015757148979</strong> erreichbar</li>



<li><strong>Keine Aussagen</strong> ohne anwaltliche Beratung</li>



<li><strong>Haftprüfung beantragen</strong> – um die Aufhebung oder Aussetzung des Haftbefehls zu erreichen</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mord vs. Totschlag – was ist der Unterschied?</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/mord-vs-totschlag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:05:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strafrecht erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Totschlag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/mord-vs-totschlag/</guid>

					<description><![CDATA[Mord und Totschlag – die Begriffe werden im Alltag oft gleichgesetzt. Rechtlich sind es jedoch zwei grundverschiedene Tatbestände mit erheblich unterschiedlichen Rechtsfolgen. Totschlag (§ 212 StGB) Beim Totschlag tötet jemand einen anderen Menschen vorsätzlich, aber ohne dass besondere Mordmerkmale vorliegen. Der Strafrahmen beträgt Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren. In besonders schweren Fällen ist lebenslange Freiheitsstrafe ... <a title="Mord vs. Totschlag – was ist der Unterschied?" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/mord-vs-totschlag/" aria-label="Mehr Informationen über Mord vs. Totschlag – was ist der Unterschied?">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mord und Totschlag – die Begriffe werden im Alltag oft gleichgesetzt. Rechtlich sind es jedoch zwei grundverschiedene Tatbestände mit erheblich unterschiedlichen Rechtsfolgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Totschlag (§ 212 StGB)</h2>



<p>Beim Totschlag tötet jemand einen anderen Menschen <strong>vorsätzlich</strong>, aber ohne dass besondere Mordmerkmale vorliegen. Der Strafrahmen beträgt <strong>Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren</strong>. In besonders schweren Fällen ist lebenslange Freiheitsstrafe möglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mord (§ 211 StGB)</h2>



<p>Ein Mord ist eine vorsätzliche Tötung mit mindestens einem der gesetzlichen <strong>Mordmerkmale</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mordlust</strong> – Töten um des Tötens willen</li>



<li><strong>Befriedigung des Geschlechtstriebs</strong></li>



<li><strong>Habgier</strong> – Streben nach materiellen Vorteilen</li>



<li><strong>Sonstige niedrige Beweggründe</strong></li>



<li><strong>Heimtücke</strong> – Ausnutzung der Arg- und Wehrlosigkeit</li>



<li><strong>Grausamkeit</strong> – Zufügung besonderer Leiden</li>



<li><strong>Gemeingefährliche Mittel</strong></li>



<li><strong>Verdeckungs- oder Ermöglichungsabsicht</strong></li>
</ul>



<p>Mord wird ausschließlich mit <strong>lebenslanger Freiheitsstrafe</strong> bestraft. Es gibt keinen milderen Strafrahmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fahrlässige Tötung (§ 222 StGB)</h2>



<p>Davon abzugrenzen ist die fahrlässige Tötung: Hier fehlt der Vorsatz. Die Tötung geschieht durch <strong>Unachtsamkeit oder das Missachten von Sorgfaltspflichten</strong> – zum Beispiel im Straßenverkehr. Der Strafrahmen beträgt Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Abgrenzung entscheidend ist</h2>



<p>Die Abgrenzung zwischen Mord und Totschlag kann den Unterschied zwischen einer zeitigen Freiheitsstrafe und einer <strong>lebenslangen Freiheitsstrafe</strong> ausmachen. Die Mordmerkmale sind in der juristischen Praxis häufig umstritten und Gegenstand intensiver Verteidigung. Gerade hier zeigt sich die Bedeutung einer erfahrenen <a href="/schwerpunkte/kapitalstrafrecht/">Kapitalstrafverteidigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zeugenvernehmung vor Gericht – Ablauf und Tipps</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/zeugenvernehmung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:05:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strafrecht erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Vernehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeuge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/zeugenvernehmung/</guid>

					<description><![CDATA[Als Zeug*in vor Gericht auszusagen, ist für die meisten Menschen eine neue und beunruhigende Erfahrung. Was erwartet Sie? Welche Rechte haben Sie? Und worauf sollten Sie achten? Die Pflichten als Zeuge Anders als Beschuldigte sind Zeuginnen und Zeugen grundsätzlich verpflichtet, vor Gericht zu erscheinen und wahrheitsgemäß auszusagen. Eine Falschaussage ist strafbar (§ 153 StGB). Es ... <a title="Zeugenvernehmung vor Gericht – Ablauf und Tipps" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/zeugenvernehmung/" aria-label="Mehr Informationen über Zeugenvernehmung vor Gericht – Ablauf und Tipps">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als Zeug*in vor Gericht auszusagen, ist für die meisten Menschen eine neue und beunruhigende Erfahrung. Was erwartet Sie? Welche Rechte haben Sie? Und worauf sollten Sie achten?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Pflichten als Zeuge</h2>



<p>Anders als Beschuldigte sind Zeuginnen und Zeugen grundsätzlich <strong>verpflichtet, vor Gericht zu erscheinen und wahrheitsgemäß auszusagen</strong>. Eine Falschaussage ist strafbar (§ 153 StGB). Es gibt jedoch wichtige Ausnahmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Zeugnisverweigerungsrecht</strong> für nahe Angehörige (§ 52 StPO)</li>



<li><strong>Auskunftsverweigerungsrecht</strong>, wenn Sie sich selbst belasten würden (§ 55 StPO)</li>



<li><strong>Berufsgeheimnisträger</strong> wie Ärzte oder Anwälte (§ 53 StPO)</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Ablauf der Vernehmung</h2>



<p>Die Zeugenvernehmung folgt einem festen Ablauf:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der/die Richter*in stellt zunächst Fragen zur <strong>Person</strong></li>



<li>Sie werden über Ihre <strong>Rechte und Pflichten</strong> belehrt</li>



<li>Dann folgt die <strong>freie Schilderung</strong> des Erlebten</li>



<li>Anschließend stellen Richter*in, Staatsanwaltschaft und Verteidigung <strong>Fragen</strong></li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Tipps</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sagen Sie <strong>nur aus, was Sie tatsächlich wahrgenommen</strong> haben</li>



<li>Es ist völlig in Ordnung zu sagen: <strong>&#8222;Daran erinnere ich mich nicht&#8220;</strong></li>



<li>Lassen Sie sich <strong>nicht unter Druck setzen</strong> – Sie dürfen nachdenken</li>



<li>Bei Unsicherheit können Sie einen <strong>Zeugenbeistand</strong> (Anwalt) mitbringen</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pflichtverteidigung – wann steht Ihnen ein Anwalt zu?</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/pflichtverteidigung-erklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:05:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strafrecht erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Pflichtverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[Pflichtverteidigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/pflichtverteidigung-erklaert/</guid>

					<description><![CDATA[Viele Menschen glauben, dass ein Pflichtverteidiger ein „Anwalt vom Staat“ ist, der weniger engagiert arbeitet. Das ist falsch. Die Pflichtverteidigung garantiert, dass jeder Mensch eine faire Verteidigung erhält – unabhängig von seinen finanziellen Möglichkeiten. Was ist eine Pflichtverteidigung? Die Pflichtverteidigung bedeutet: Sie bekommen einen Verteidiger zur Seite gestellt, wenn das Gesetz das für notwendig hält ... <a title="Pflichtverteidigung – wann steht Ihnen ein Anwalt zu?" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/pflichtverteidigung-erklaert/" aria-label="Mehr Informationen über Pflichtverteidigung – wann steht Ihnen ein Anwalt zu?">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Viele Menschen glauben, dass ein Pflichtverteidiger ein „Anwalt vom Staat“ ist, der weniger engagiert arbeitet. Das ist falsch. Die Pflichtverteidigung garantiert, dass jeder Mensch eine faire Verteidigung erhält – unabhängig von seinen finanziellen Möglichkeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist eine Pflichtverteidigung?</h2>



<p>Die Pflichtverteidigung bedeutet: Sie bekommen einen Verteidiger zur Seite gestellt, wenn das Gesetz das für notwendig hält – <strong>unabhängig davon, ob Sie die Kosten selbst tragen können</strong>. Die Vergütung übernimmt zunächst die Staatskasse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann ist eine Verteidigung notwendig?</h2>



<p>Eine Pflichtverteidigung wird unter anderem angeordnet, wenn:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ihnen ein <strong>Verbrechen</strong> vorgeworfen wird (Mindeststrafe ab 1 Jahr)</li>



<li><strong><a href="/blog/mythen-untersuchungshaft/">Untersuchungshaft</a></strong> angeordnet wurde</li>



<li>Sie sich bereits in <strong>Haft</strong> befinden</li>



<li>Die <strong>Schwere der Tat</strong> es erfordert (z. B. bei drohender Freiheitsstrafe über 1 Jahr)</li>



<li>Die <strong>Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage</strong> es gebietet</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Kein „Anwalt vom Staat“</h2>



<p>Ein weit verbreiteter Irrglaube: Pflichtverteidiger*innen sind <strong>ausschließlich den Interessen ihrer Mandanten verpflichtet</strong> – genauso wie bei einer Wahlverteidigung. Die Qualität der Verteidigung darf keinen Unterschied machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sie haben ein Mitspracherecht</h2>



<p>Sie können <strong>selbst eine Anwältin benennen</strong>, die als Pflichtverteidigerin bestellt werden soll. Das Gericht ist an Ihren Vorschlag gebunden, sofern kein wichtiger Grund dagegen spricht. Ich kann somit auch Ihre Pflichtverteidigerin werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Festgenommen – so verhalten Sie sich richtig</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/verhalten-bei-festnahme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Festnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigerecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/verhalten-bei-festnahme/</guid>

					<description><![CDATA[Eine Festnahme ist eine Ausnahmesituation. Angst, Stress und Unsicherheit führen dazu, dass viele Menschen Fehler machen, die sich später kaum korrigieren lassen. Wenn Sie wissen, wie Sie sich verhalten sollten, schützen Sie Ihre Rechte. Regel Nr. 1: Schweigen Sie Das Wichtigste zuerst: Machen Sie keine Aussage. Sie haben als Beschuldigte*r ein umfassendes Schweigerecht. Alles, was ... <a title="Festgenommen – so verhalten Sie sich richtig" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/verhalten-bei-festnahme/" aria-label="Mehr Informationen über Festgenommen – so verhalten Sie sich richtig">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine Festnahme ist eine Ausnahmesituation. Angst, Stress und Unsicherheit führen dazu, dass viele Menschen Fehler machen, die sich später kaum korrigieren lassen. Wenn Sie wissen, wie Sie sich verhalten sollten, schützen Sie Ihre Rechte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regel Nr. 1: Schweigen Sie</h2>



<p>Das Wichtigste zuerst: <strong>Machen Sie keine Aussage.</strong> Sie haben als Beschuldigte*r ein umfassendes Schweigerecht. Alles, was Sie sagen, kann und wird gegen Sie verwendet werden. Warten Sie, bis Ihre Verteidigung da ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regel Nr. 2: Fordern Sie einen Anwalt</h2>



<p>Sie haben das Recht, <strong>jederzeit eine Verteidigerin zu kontaktieren</strong> – auch mitten in der Nacht. Die Polizei ist verpflichtet, Ihnen diesen Kontakt zu ermöglichen. Bestehen Sie darauf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regel Nr. 3: Leisten Sie keinen Widerstand</h2>



<div>
<p>Auch wenn die Festnahme sich ungerecht anfühlt: <strong>Leisten Sie keinen körperlichen Widerstand.</strong> Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (§ 113 StGB) ist strafbar und verschlechtert Ihre Lage. Bleiben Sie ruhig und kooperieren Sie – aber schweigen Sie.</p>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Regel Nr. 4: Unterschreiben Sie nichts</h2>



<p>Unterschreiben Sie <strong>kein Vernehmungsprotokoll</strong> ohne anwaltliche Prüfung. Was einmal unterschrieben ist, lässt sich im Verfahren kaum noch korrigieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was passiert nach der Festnahme?</h2>



<p>Nach einer vorläufigen Festnahme muss die Polizei Sie <strong>spätestens am nächsten Tag</strong> dem Haftrichter vorführen oder freilassen. Der Haftrichter entscheidet dann über einen <a href="/blog/mythen-untersuchungshaft/">Haftbefehl</a> oder Ihre Freilassung.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist eine Strafanzeige? Einfach erklärt</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/strafanzeige-erklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:04:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strafrecht erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Ermittlungsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Strafanzeige]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/strafanzeige-erklaert/</guid>

					<description><![CDATA[Eine Strafanzeige erhalten zu haben, ist für die meisten Menschen ein Schock. Doch eine Anzeige ist noch lange kein Schuldspruch – und in vielen Fällen führt sie nicht einmal zu einer Anklage. Anzeige ist nicht gleich Verurteilung Eine Strafanzeige bedeutet lediglich, dass jemand Sie einer Straftat verdächtigt. Ob daran etwas dran ist, wird erst im ... <a title="Was ist eine Strafanzeige? Einfach erklärt" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/strafanzeige-erklaert/" aria-label="Mehr Informationen über Was ist eine Strafanzeige? Einfach erklärt">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine Strafanzeige erhalten zu haben, ist für die meisten Menschen ein Schock. Doch eine Anzeige ist noch lange kein Schuldspruch – und in vielen Fällen führt sie nicht einmal zu einer Anklage.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anzeige ist nicht gleich Verurteilung</h2>



<p>Eine Strafanzeige bedeutet lediglich, dass <strong>jemand Sie einer Straftat verdächtigt</strong>. Ob daran etwas dran ist, wird erst im Ermittlungsverfahren geprüft. Die Polizei ist verpflichtet zu ermitteln – unabhängig davon, ob die Anzeige berechtigt ist oder nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jeder kann eine Anzeige erstatten</h2>



<p>Eine Strafanzeige kann <strong>jede Person</strong> erstatten – das muss nicht das vermeintliche Opfer sein. Nachbarn, Bekannte, sogar völlig Unbeteiligte können Anzeige erstatten. Die Polizei muss in jedem Fall ermitteln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was passiert nach der Anzeige?</h2>



<p>Nach der Anzeigeerstattung beginnt das <strong>Ermittlungsverfahren</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Polizei ermittelt den Sachverhalt: Was ist passiert? Gibt es Beweise? Gibt es Zeugen?</li>



<li>Die Staatsanwaltschaft prüft die Ergebnisse</li>



<li>Erst dann wird entschieden, ob <strong>Anklage erhoben</strong> oder das <strong>Verfahren eingestellt</strong> wird</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Viele Verfahren werden eingestellt</h2>



<p>In sehr vielen Fällen wird das Verfahren eingestellt – zum Beispiel wegen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kein hinreichender Tatverdacht</strong> (§ 170 Abs. 2 StPO)</li>



<li><strong>Aussage gegen Aussage</strong> – keine ausreichende Beweislage</li>



<li><strong>Geringfügigkeit</strong> (§ 153 StPO)</li>



<li><strong>Einstellung gegen Auflagen</strong> (§ 153a StPO)</li>
</ul>



<p>Eine frühzeitige und strategische <a href="/schwerpunkte/">Strafverteidigung</a> kann die Chancen auf eine Einstellung erheblich steigern.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Strafbefehl erhalten? 3 Fehler, die Sie vermeiden sollten</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/strafbefehl-3-fehler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:04:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Einspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Geldstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Strafbefehl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/strafbefehl-3-fehler/</guid>

					<description><![CDATA[Ein Strafbefehl kommt oft überraschend per Post – und viele Betroffene machen gravierende Fehler, weil sie die Bedeutung unterschätzen. Dabei ist ein Strafbefehl einem Urteil gleichgestellt, wenn Sie nicht rechtzeitig handeln. Fehler Nr. 1: Den Strafbefehl ignorieren Der häufigste und folgenschwerste Fehler: Nichts tun. Wenn Sie nicht innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen, ... <a title="Strafbefehl erhalten? 3 Fehler, die Sie vermeiden sollten" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/strafbefehl-3-fehler/" aria-label="Mehr Informationen über Strafbefehl erhalten? 3 Fehler, die Sie vermeiden sollten">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Strafbefehl kommt oft überraschend per Post – und viele Betroffene machen gravierende Fehler, weil sie die Bedeutung unterschätzen. Dabei ist ein Strafbefehl einem <strong>Urteil gleichgestellt</strong>, wenn Sie nicht rechtzeitig handeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler Nr. 1: Den Strafbefehl ignorieren</h2>



<p>Der häufigste und folgenschwerste Fehler: Nichts tun. Wenn Sie nicht innerhalb von <strong>zwei Wochen</strong> nach Zustellung Einspruch einlegen, wird der Strafbefehl <strong>rechtskräftig</strong> – mit allen Konsequenzen wie Vorstrafe, Geldstrafe oder sogar Fahrverbot.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler Nr. 2: Ohne Anwalt Einspruch einlegen</h2>



<p>Manche legen zwar Einspruch ein, gehen dann aber ohne anwaltliche Vertretung in die Hauptverhandlung. Das Risiko: Das Gericht kann in der Verhandlung auch eine <strong>höhere Strafe</strong> verhängen als im Strafbefehl vorgesehen. Ohne Verteidigung stehen Sie allein vor dem Richter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler Nr. 3: Die Frist verpassen</h2>



<p>Die <strong>Einspruchsfrist beträgt genau zwei Wochen</strong> ab Zustellung. Nicht ab dem Tag, an dem Sie den Brief gelesen haben – ab <strong>Zustellung</strong>. Wer im Urlaub war oder den Brief zu spät öffnet, hat möglicherweise bereits die Frist versäumt. In Ausnahmefällen kann ein Antrag auf Wiedereinsetzung gestellt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sollten Sie tun?</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sofort eine Strafverteidigerin kontaktieren</strong> – die Frist läuft</li>



<li><strong>Den Strafbefehl aufheben</strong> und das Zustelldatum notieren</li>



<li><strong>Keine Aussagen machen</strong> ohne anwaltliche Beratung</li>



<li>Prüfen lassen, ob ein Einspruch <strong>sinnvoll</strong> ist oder ob der Strafbefehl akzeptiert werden sollte</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Polizeiliche Vorladung – das müssen Sie wissen</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/polizeiliche-vorladung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:04:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Vernehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorladung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/polizeiliche-vorladung/</guid>

					<description><![CDATA[Sie haben eine polizeiliche Vorladung erhalten? Das ist zunächst kein Grund zur Panik – aber ein Grund, sich richtig zu verhalten. Denn Fehler in dieser Phase können den weiteren Verfahrensverlauf erheblich beeinflussen. Muss ich zur Polizei? Als Beschuldigte*r müssen Sie nicht erscheinen. Sie haben das Recht zu schweigen und sind nicht verpflichtet, zur Polizei zu ... <a title="Polizeiliche Vorladung – das müssen Sie wissen" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/polizeiliche-vorladung/" aria-label="Mehr Informationen über Polizeiliche Vorladung – das müssen Sie wissen">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Sie haben eine polizeiliche Vorladung erhalten? Das ist zunächst kein Grund zur Panik – aber ein Grund, sich richtig zu verhalten. Denn Fehler in dieser Phase können den weiteren Verfahrensverlauf erheblich beeinflussen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Muss ich zur Polizei?</h2>



<p>Als <strong>Beschuldigte*r</strong> müssen Sie <strong>nicht erscheinen</strong>. Sie haben das Recht zu schweigen und sind nicht verpflichtet, zur Polizei zu gehen. Das gilt für alle polizeilichen Vorladungen.</p>



<p>Als <strong>Zeug*in</strong> sind Sie nur verpflichtet, wenn die Vorladung <strong>auf Anordnung der Staatsanwaltschaft</strong> erfolgt. Bei einer rein polizeilichen Vorladung besteht auch als Zeuge keine Pflicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kennen Sie den Vorwurf?</h2>



<p>Wahrscheinlich nicht – denn ohne anwaltliche Vertretung erhalten Sie <strong>keine Akteneinsicht</strong>. Nur Ihre Verteidigung darf die Ermittlungsakte einsehen. Deshalb gilt: <strong>Erst Akteneinsicht, dann Entscheidung zur Aussage.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Soll ich etwas sagen?</h2>



<p><strong>Nein – nicht ohne vorherige rechtliche Beratung.</strong> Jede Aussage kann gegen Sie verwendet werden. Als Beschuldigte*r steht Ihnen ein umfassendes Schweigerecht zu. Dieses Recht ist kein Schuldeingeständnis – es ist Ihr gutes Recht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So verhalten Sie sich richtig</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ruhe bewahren und keine voreiligen Aussagen machen</li>



<li>Sofort anwaltlichen Rat einholen – <strong>vor</strong> jedem Kontakt mit der Polizei</li>



<li>Die Vorladung aufbewahren – sie enthält wichtige Informationen</li>



<li>Niemandem Details zum Vorwurf erzählen – auch nicht Freunden oder Familie</li>
</ul>
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			</item>
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		<title>Diebstahl vs. Unterschlagung – der Unterschied erklärt</title>
		<link>https://kanzlei-kozlowski.de/diebstahl-vs-unterschlagung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Maria Kozlowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 16:04:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strafrecht erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Diebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[StGB]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschlagung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kanzlei-kozlowski.de/diebstahl-vs-unterschlagung/</guid>

					<description><![CDATA[Diebstahl und Unterschlagung – zwei Begriffe, die im Alltag häufig durcheinandergebracht werden. Dabei handelt es sich um zwei eigenständige Straftatbestände mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Strafrahmen. Diebstahl nach § 242 StGB Beim Diebstahl geht es darum, dass jemand eine fremde bewegliche Sache einem anderen wegnimmt, um sie sich rechtswidrig zuzueignen. Das entscheidende Merkmal ist die Wegnahme ... <a title="Diebstahl vs. Unterschlagung – der Unterschied erklärt" class="read-more" href="https://kanzlei-kozlowski.de/diebstahl-vs-unterschlagung/" aria-label="Mehr Informationen über Diebstahl vs. Unterschlagung – der Unterschied erklärt">weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Diebstahl und Unterschlagung – zwei Begriffe, die im Alltag häufig durcheinandergebracht werden. Dabei handelt es sich um zwei eigenständige Straftatbestände mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Strafrahmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Diebstahl nach § 242 StGB</h2>



<p>Beim Diebstahl geht es darum, dass jemand eine <strong>fremde bewegliche Sache</strong> einem anderen <strong>wegnimmt</strong>, um sie sich rechtswidrig zuzueignen. Das entscheidende Merkmal ist die <strong>Wegnahme</strong> – der Täter bricht den Gewahrsam des bisherigen Besitzers.</p>



<p><strong>Beispiel:</strong> Sie nehmen das Fahrrad Ihres Nachbarn ohne dessen Erlaubnis an sich. Der Nachbar hat es nicht freiwillig hergegeben – Sie haben es ihm weggenommen.</p>



<p>Der Strafrahmen beträgt <strong>Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe</strong>. Beim besonders schweren Diebstahl (§ 243 StGB) – etwa Einbruchsdiebstahl – sind es bis zu zehn Jahre.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterschlagung nach § 246 StGB</h2>



<p>Bei der Unterschlagung fehlt die Wegnahme. Die Sache befindet sich bereits <strong>rechtmäßig im Besitz</strong> des Täters – sie wurde ihm überlassen, geliehen oder anvertraut. Strafbar wird es, wenn die Person sie sich <strong>rechtswidrig zueignet</strong>.</p>



<p><strong>Beispiel:</strong> Ein Freund gibt Ihnen ein Buch zur Aufbewahrung. Anstatt es zurückzugeben, behalten Sie es dauerhaft. Das Buch war bereits bei Ihnen – Sie eignen es sich rechtswidrig an.</p>



<p>Der Strafrahmen beträgt <strong>Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe</strong>. Bei der veruntreuenden Unterschlagung (anvertraute Sache) bis zu fünf Jahre.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Kernunterschied</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Diebstahl (§ 242 StGB):</strong> Sie nehmen eine fremde Sache weg, ohne Recht darauf. Die Sache war vorher nicht bei Ihnen.</li>



<li><strong>Unterschlagung (§ 246 StGB):</strong> Die Sache ist bereits bei Ihnen – Sie behalten sie rechtswidrig.</li>
</ul>



<p>Der entscheidende Unterschied liegt im <strong>Bruch fremden Gewahrsams</strong>: Beim Diebstahl wird er gebrochen, bei der Unterschlagung nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was tun bei einem Vorwurf?</h2>



<p><strong>Machen Sie keine Aussage, bevor Sie anwaltlichen Rat eingeholt haben.</strong> Jede Äußerung gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft kann gegen Sie verwendet werden. Lassen Sie zunächst <a href="/blog/polizeiliche-vorladung/">Akteneinsicht</a> nehmen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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